Im Gründerecho möchten wir euch heute Jörg Fiedler mit seiner Gin-Marke „JUNIPER JACK“ (Independent Spirit Dresden GmbH) vorstellen.  Mit seinem sog. London Dry Gin, einem klassischen Gin der alten Schule, hat er sich in kürzester Zeit in der deutschen Ginwelt etabliert. Dabei setzt er vor allem auf Qualität und persönliche Beziehungen zu seinen Kunden und Lieferanten. Um seinen Gin so aromatisch wie möglich zu fertigen, geht er auch gern ungewöhnliche Wege. So hat er sich beispielsweise die Exklusivrechte an der Ernte der Wacholdersammler gesichert. Er reist jedes Jahr zur Saison nach Kroatien, um mit seinen Sammlern zu „ernten“ und den aktuellen Jahrgang in Augenschein zu nehmen.

Warum aber ein Markenrechtsstreit mit einem Großkonzern fast zum Aus der Firma geführt hätte, lest ihr in dem Interview.

Viel Spaß.

 Wie würden Sie Ihr Unternehmen in wenigen Worten beschreiben?

  • wir haben uns verschrieben, eine Sache richtig gut zu machen. Gin!
  • wir wollen kein Schnickschnack, sondern ein ehrliches Produkt.
  • wir sind gekommen um zu bleiben.

 

Wie sind Sie auf die Idee hinter dem Namen „JUNIPER JACK“ gekommen?

Die Geschichte des Namens geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Damals hat King George 1736 mit seinem „Gin Act“ einen Brennerei Gesellen namens Juniper Jack arbeitslos gemacht. Aus Rache schrieb dieser dann ein Theaterstück namens „The Death of Queen Gin“, was allerdings nur ein einziges Mal aufgeführt wurde. Juniper Jack war zwar kein guter Dichter, aber ein Pionier seines Fachs, an dem wir uns bis heute ein Beispiel nehmen können.

 

Was ist/war Ihr größter Wunsch bei der Verwirklichung Ihrer Selbstständigkeit?

Ich wollte mich loslösen, einfach frei und unabhängig sein. Mein Traum war es, etwas Eigenes zu entwickeln und ein Produkt zu schaffen, was wertgeschätzt wird.

 

Wie war die Kundenresonanz bisher?

Die Kunden, die unser Produkt kaufen, kommen immer wieder. Sie wollen nicht einfach nur irgendeinen Gin probieren, sondern halten uns die Treue. Wir haben schnell eine große Fangemeinde aufgebaut, auch wenn unser Gin eher eine Boutique Marke. Es ist und bleibt ein „Geheimtipp“ unter den Genießern.

 

Was ist Ihre wertvollste Erfahrung seit der Gründung?

Es gab nicht die eine Erfahrung, die ich als wertvollste bezeichnen würde. Wertvoll war auf jeden Fall, die Erfahrung das Produkt von A bis Z selbst herzustellen und sich für nichts zu schade zu sein. Erst dann versteht man die Prozesse gut genug. Und ein anderer wichtiger Lerneffekt:  nichts für selbstverständlich halten!

 

Was war eine Erfahrung, auf die Sie gerne verzichtet hätten?

Eine Erfahrung, auf die ich definitiv gerne verzichtet hätte, war der Markenrechtsstreit mit Jack Daniels. Ich hatte meine Marke beim Patentamt eingetragen und am letzten Tag der Widerspruchsfrist begann der Kampf mit Jack Daniels. Sie wollten meine Marke löschen lassen. Ein bisschen war der Kampf wie David gegen Goliath. Am langen Ende haben wir uns aber geeinigt und eine Koexistenz geschlossen. Das Ganze war sehr stressig und hat extrem viele Nerven gekostet.

 

Welchen Tipp würden Sie anderen Gründern gern geben?

Die Arbeit ist nicht mit der Produktentwicklung beendet, sondern fängt dann eigentlich erst an. Man muss Geduld haben und am Ball bleiben und sollte nie seine Neugier verlieren. Insofern denke ich, sollte man nicht zu schnell zu viel wollen. Außerdem frisst Gier Hirn! Also zwar groß denken, aber bescheiden bleiben und Schritt für Schritt gehen. Eine erfolgreiche Marke aufzubauen ist kein Sprint, sondern ein Marathonlauf.

 

Wie hat Corona Ihr Unternehmen beeinflusst?

Corona hat mich insofern beeinflusst, dass ich mein Gin-Unternehmen aus anderen Perspektiven betrachte, hier und da mehr in Sicherheit und Balance investiere.  Durch Corona ist mir der Kundenzweig der Gastronomie weggefallen, ich hatte aber das Glück, noch genügend andere Kundengruppen zu haben. Jedoch arbeite ich jetzt mehr an weiteren Standbeinen um meine Kernkompetenz „Gin“ herum. In Kürze wie zum Beispiel eine mobile Bar, weil es einfach wichtig ist, eine gute Balance zu finden. Außerdem hat mir die Pandemie einmal mehr gezeigt, wie ernst man die Digitalisierung nehmen sollte.

 

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Zu Ostern wollen wir euch eine kleine Freude machen. Ihr könnt jetzt eine Flasche JuniperJack Gin gewinnen. Schaut dafür auf unserem Instagram Profil avaliadd vorbei und hinterlasst einen Kommentar, wieso man trotz der Krise gründen sollte. Das Gewinnspiel läuft bis Ostermontag. Viel Glück!